Presse

Gut vorbereitet durch das iNGO-Seminar zum eigenen Geschäft:

Rheinische Post
04.06.2014
Rheinische Post

VON JÜRGEN KARSTEN
KEMPEN „Bei uns dreht sich alles um Käse, deshalb haben wir unser Fachgeschäft ,Käserad' genannt“, sagt Dirk Raitbaur, der am Freitag, 6. Juni, mit seiner Frau Maria seinen Käseladen direkt gegenüber vom Klosterhof an der Orsaystraße eröffnet. Seinen Kunden kredenzt er einen Sektempfang und eine Frischkäseverkostung zur Neueröffnung.


In seinem „Käserad“, das in der Unterzeile „Hochwertige Käse und mehr...“ verspricht, wird er rund 100 verschiedene Käsesorten anbieten. Der Käseexperte ist eigentlich Koch von Beruf, wagte jetzt erstmals den Schritt in die Selbstständigkeit. Vor allem auf seinen Heumilchkäse ist er stolz, denn der ist gänzlich frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen und stammt von Kühen, die nur mit silofreiem Futter und Gras gefüttert wurden. Daneben gibt es aromatischen Bergkäse, verschiedene Ziegenkäse, schneeweißen, lange gereiften Büffel-Parmesan und holländischen Gouda, allerdings in der Naturrinde gereift, also ohne Wachsrand. Käsesorten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz, Spanien, den Niederlanden, England und Griecherıland bietet Dirk Raitbaur an. Außerdem werden saisonale Frischkäse selbst hergestellt und verschiedene Weichkäse sowie diverse Käsesalate präsentiert. Außer Käse gibt es weitere Spezialitäten: Schüttelbrot, Ziegler Käsetaler, Fassbutter von der Schönegger-Alm im Allgäu, hochwertiges Olivenöl aus Kreta, ausgesuchte Weine aus Rheinhessen oder Senfsorten aus der Monschauer Senfnıühle.


Raitbaur übte seinen erlernten Beruf als Koch lange in München aus, ehe es den gebürtigen Klever und seine aus Wachtendonk stammende Ehefrau wieder an den Niederrhein zurückzog. Er arbeitete danach viele Jahre als Käseverkäufer, baute sich dabei ein Netzwerk und besondere Kenntnisse der Käseproduzenten und-lieferanten auf, was ihm jetzt zu Gute kommt. Den Schritt in die erstmalige Selbständigkeit ebnete das Technologiezentrum in Kempen. Ein Existenzgründungsseminar im TZN und die intensive Beratung durch Karlheinz Pohl vom TZN gaben die wertvollen Tipps, ohne die es nicht geht. Ein Kredit von der KfW-Bank half beim Einstieg. Man suchte Geschäftsräume, Kempen sollte es schon sein, weil es „die Stadt am Niederrhein“ sei, wie Dirk Raitbaur betont. Als die Provinzial Versicherung die Wohnung neben ihren Geschäftsräumen anbot, schlugen die Eheleute ein. Freitag geht es jetzt los: Die Thomasstadt erhält ein Fachgeschäft dazu, Raitbaur eine zweite Chance.
BERUFLICHER NEUBEGINN

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