Presse

Existenzgründungsseminar im Gründerzentrum Willich

WIR - Magazin für Unternehmen in der Stadt Willich
30.06.2013

„Es ist interessant, dass Gründer immer dieselben Fragen stellen", bemerkt Peter Neuwald vom Institut Gründungsoffensive (iNGO) bei seinem ersten Seminar, das er am 6. und 7. Juni zusammen mit der Wirtschaftsförderung Willich und mit Unterstützung der Grundstücksgesellschaft der Stadt Willich mbH hielt. „Stets werden Antworten auf reine Formalitäten gesucht: Wo muss ich mich anmelden? Woher bekomme ich Geld? Wie ist das mit den Steuern, den Versicherungen?" All das sei sicher interessant, nur sehen die wirklich relevanten Fragen einer Gründung ganz anders aus.

So wäre es beispielsweise viel wichtiger, die eigene Geschäftsidee sauber zu formulieren, den Markt hierfür zu betrachten und die zukünftigen Kosten zu ermitteln. Erst dann wird sich nämlich zeigen, ob die erhoffte Existenzgründung wirklich für eine auskömmliche Lebensgrundlage taugt. Denn bei allen - auch finanziellen - Hilfen, die für Existenzgründer inzwischen denkbar sind, in ein „finsteres Loch" wollen weder staatliche Stellen noch private Banken ihr Geld versenken. "Und der Gründer sollte das für seine eigenen Ersparnisse auch nicht anstreben", ergänzt Klaus-Thomas Riedel von der Wirtschaftsförderung, der sich inzwischen seit mehr als einem viertel Jahrhundert mit Existenzgründungen beschäftigt. Auch deshalb komme der Erstellung eines Businessplans so große Bedeutung zu, der damit nicht den Charakter einer Schikane auf dem Weg zu einer sorglosen Zukunft bekomme, sondern den einer unverzichtbaren persönlichen Entscheidungsgrundlage. Und der überdies hilft, Ideen zu kanalisieren.

Ideen entwickelten die elf Teilnehmer des zweitägigen Seminars im Gründerzentrum in erstaunlicher Lebendigkeit und in erfreulicher Breite. So breit wie die persönlichen Qualifikationen, die sie - jeder für sich - mitbrachten. Sei es die Eventmanagerin, die schon in der Vergangenheit für private Fernsehsender arbeitete, oder die erfahrene Outdoor-Trainerin, der eine Reiseagentur für Abenteuerreisen vorschwebt. EDV-Experten und Key Account Manager mit jahrelanger Berufserfahrung waren ebenso mit dabei, wie die kaufmännisch hervorragend qualifizierte Hausfrau und Mutter, der als Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ein lnternethandel vorschwebt. Eine Fülle von Daten und Fakten erwartete die Teilnehmer, die sie in verschiedenen praktischen Übungen auch gleich anwenden konnten. Und darüber hinaus lernten sie, dass dem Knüpfen und der Pflege von Kontakten bei einer Selbstständigkeit größte Bedeutung zukommt. Mit ihrem neuen, während der zwei Tage ganz automatisch und quasi nebenbei entstandenen, Gründernetzwerk haben sie dafür eine gute Basis.

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